wetter

Das Wetter spielt beim Surfen eine zentrale Rolle, denn es entscheidet schlussendlich darüber, ob du Surfen gehen kannst oder nicht.

Spricht man vom Wetter, dann sind Erscheinungen, wie Sonnenschein, Hitze, Kälte, Regen oder Sturm gemeint. Das Wetter ist ein komplexes System aus vielen Bestandteilen. Damit's mit dem Surfen klappt werden dir die Wichtigsten erklärt.

Let's get started

 
 

sonne

Was gibt es Schöneres, als nach der anstrengenden Session ein bisschen in der Sonne zu chillen und sich zu bräunen? Aber Achtung! Nicht alles an der Sonne ist so cool!

Die Sonne hat unglaubliche Power und ist der Motor unseres Klimas.

Als Surfer ist es sehr wichtig, dass du weisst, wie die Sonne tickt!

Was macht eigentlich unsere Sonne so besonders?

Die Sonne ist das Zentrum des Sonnensystems und der mit Abstand grösste Himmelskörper darin. 

Etwa 109 x im Durchmesser grösser als unsere Erde! Wow! Das Besondere an unserer Sonne ist aber nicht ihre Grösse. Sie spendet Licht und Wärme, was für die Entwicklung von Leben notwendig ist. Denn ohne die Sonne würde alles vorhandene Wasser gefrieren und ein Leben unmöglich machen.

Warum leuchtet unsere Sonne so hell?

Man kann sich die Sonne wie ein ultragrosses Energiekraftwerk vorstellen. In ihrem Innern verschmelzen permanent 4 Wasserstoffatome zu einem Heliumatom. Dieser Vorgang nennt man Kernfusion und die dabei freiwerdende Energie sehen wir als Licht und spüren die Wärme auf unserer Haut.

Das durch die Kernfusion freiwerdende Licht gelangt in Wellenbewegungen (Photonen) auf unsere Erde und zu unserem Surfspot. Wir nehmen es als helles und weisses Licht wahr. Aber es ist nicht bloss Licht. Genauer betrachtet ist Licht ein Strahlenbündel aus verschiedenen Farben mit unterschiedlichen Wellenlängen, welche von unserem Auge aufgenommen werden. Alle sichtbaren Wellenlängen (Farben) zusammen ergeben die typisch helle Erscheinung.

Wie beeinflusst unsere Sonne unser Wetter?

Die Energie, die die Sonne auf unsere Erde schickt, ist massgeblich für das Wetter verantwortlich. Diese Energie lässt Wasser verdunsten wodurch feine Wassertröpfchen aufsteigen und Wolken bilden. Sie erwärmt die Luft und Erdoberfläche, Hoch- oder Tiefdruckgebiete entstehen und es beginnt zu winden oder gar zu stürmen und regnen. Die Sonne ist die zentrale Antriebskraft für das Verhalten des Wetters.

Wie gefährlich ist unsere Sonne für meine Haut?

Neben dem Licht sendet die Sonne für uns nicht sichtbare UV - Strahlung (kürzere Wellenbewegungen) aus. Diese Strahlung kann in deine Haut eindringen, Sonnenbrand verursachen und dein Erbgut (DNA) schädigen, was das Risiko für Hautkrebs erhöht. Gerade beim Surfen wird die Strahlung an der Wasseroberfläche reflektiert und verstärkt den Effekt!

Sonnenbrand?!

Sonnenbrand entsteht dann, wenn du dich zu lange ungeschützt den UV - Strahlen (A und B) ausgesetzt hast. Die Strahlen reizen die Haut und bringen eine Entzündung hervor. Vor allem ist es die energiereichere UV - B Strahlung, die deine Haut lang-

fristig schädigen kann. Unterschätze Sonnenbrand nicht! Zwar mag dieser nach ein paar Tagen wieder verschwinden, doch deine Haut kann Jahre später die Auswirkungen deutlich machen. Lange Sonnenbäder mit unzureichend geschützte Haut mit Sonnenbrand als Folge erhöhen das Hautkrebsrisiko!

Wie schützt man sich vor Sonnenbrand?

Unsere Haut ist glücklicherweise nicht ganz machtlos der Strahlenbelastung ausgesetzt. Jede Haut besitzt den sogenannten Eigenschutz. Dieser Schutz ist aber nicht bei allen Surfern gleich und ist durch den Hauttyp bestimmt. Generell gilt: Je dunkler die Haut, desto länger die Eigenschutzzeit. Bedenke aber, dass auch hier wieder durch die Reflektion der Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche den Eigenschutz massiv schwächen (Verstärkung der Strahlenintension). 

Sonnencreme ist das häufigste und momentan beste Mittel gegen Sonnenbrand. Mit den Inhaltsstoffen bildet sie eine Schutzschicht auf der Haut, die die Strahlen der Sonne vom Eindringen in die Haut hindern. Da es die Cremes in verschiedenen Stärken gibt, ist's auch bei der Wahl notwendig, dass du deinen Hauttyp kennst. Der LSF (Licht Schutz Faktor) auf den Sonnencremes gibt an, um wie viel sich die Zeit des Eigenschutzes der Haut verlängert.

EIGENSCHUTZZEIT * LSF = ZEIT IN DER SONNE

Beachte, dass das Nachcremen gerade im Salzwasser ein Muss ist. Für uns Surfer die typische Zink - Creme auf der Nase ein weiterer starker Sonnenblocker.

wind

Der Wind ist weder zu sehen, noch zu halten. Nur spüren kann man ihn. Für das Surfen ist der Wind unabdingbar, denn mit ihm entsteht unsere Basis. Die Wellen.

Aber manchmal ist der Wind so stark, da willst du nicht mehr surfen gehen. Sei neugierig und lese hier, wie das mit dem Wind funktioniert.

Was macht den Wind eigentlich so besonders?

Mit Wind sind Bewegungen von Luftmassen zu verstehen. Je stärker, respektive je schneller sich die Massen bewegen, desto stärker ist der Wind.

Die Bewegungen entstehen durch unterschiedliche Drücke in unserer Erdatmosphäre. Man spricht von Hoch - und Tiefdruckgebieten. Da die Natur immer ein Gleichgewicht der Drücke anstrebt, sind Luftmassen fast immer in Bewegung, was wir als Wind wahrnehmen.

Der Wind treibt die Wolken an und bringt sie vom offenen Meer über das Land. Die Wolken, bestehend aus kleinen Wassertröpfchen (Verdunstung), regnen ab und bringen das notwendige Wasser für Pflanzen- und

Tierwelt.

Was sind Hoch - und Tiefdruckgebiete?

Hochdruckgebiet ( H ): Kalte Luft wird durch die Sonne erwärmt und sinkt langsam zu Boden. Beim Erwärmen dehnt sich die Luft aus und besitzt eine geringere Dichte. Die tiefergelegenen Luftschichten erwärmen die Luftmasse beim Absinken zusätzlich. Die Wassertröpfchen in den Wolken verdunsten und verschwinden. Darum ist in einem Hoch das Wetter meist schön. Die nun bodennahe Luft bewegt sich dann wegen der natürlichen Gleichgewichtsbestrebung Richtung Tiefdruckgebiet.

Tiefdruckgebiet ( T ): Die vom Hochdruckgebiet her kommenden Luftmassen steigen wegen der geringen Dichte auf, erkalten wieder und nehmen an Dichte zu. Dabei kondensieren die feinen Wassertröpfchen und Wolken entstehen, die dann auch Abregnen können. Im Tiefdruckgebiet ist das Wetter schlechter. Ein Tief zieht mit Schauer über das Land.

Luftdruck

Die Luft um unseren Globus bildet die Atmosphäre. Durch die Anziehungskraft ist die Luft am Erdboden dichter. Es befinden sich also mehr Luftmoleküle in der Nähe der Erdoberfläche. Der Luftdruck (hydrostatische Druck) ist der Druck an einem beliebigen Ort in der Atmosphäre, der durch die Luftsäule oberhalb des Punktes entsteht. Auf Meereshöhe beträgt der Normaldruck gut 1 bar (1013,25hPa). Hingegen auf dem Mount Everest (8848 m ü. M.) nur noch 0,3 bar. Die Luftsäule auf dem Berg ist viel kleiner, als auf dem Meer. Darum ist der Druck geringer. Wasser fängt wegen des geringeren Druckes in der Höhe, schneller an zu kochen. 

Gerade in der Luft- und Schifffahrt spielen die örtlichen Luftdrücke eine wichtige Rolle. Als Beispiel sind starke Luftdruckabfälle in der Schifffahrt ein Anzeichen für Sturm.

 

meer

Die Meere sind der grösste Wasserspeicher auf unserem Planeten. Aber auch gleich der grösste Wärmespeicher. Das Meer hat durch die enorme Kapazität einen erheblichen Wetterbeitrag. 

Wenn die Sonne die Wassermassen erwärmt, fängt in den oberen Wasserschichten das Wasser an zu verdunsten (Gasförmiger Aggregatszustand des Wassers). Die feinen Wassertröpchen steigen auf und "füllen" die Luft. Es entsteht die Luftfeuchtigkeit, die mehr oder weniger gesättigt sein kann. Also entweder eine hohe oder eine tiefe Luftfeuchtigkeit. Meist wird sie in Prozent angegeben. 

Die warme, mit kleinen Wassertröpfchen gefüllte (gesättigte) Luft wird vom Wind über das Land getragen und steigt dabei auf. Die Wassertröpfchen fangen ab einer gewissen Höhen an zu kondensieren, was Wolken entstehen lässt. Die Kondensation entsteht deswegen, weil die höher gelegenen Luftschichten kälter sind, als die warme, aufsteigende Luftmasse.

Wenn die Wasssertröpfchen gross genug werden, also auch schwerer, dann beginnt der Niederschlag in Form von Regen, Schnee oder Hagel. 

Das Meer spielt also in der Bildung des Wetters eine wichtige Rolle. Wenn Wolken entstehen, dann verdecken diese die Sonnen und die Temperatur fällt. Das Meer kann ebenfalls mit der Verdunstung des Wassers die Temperatur der Luft steigern, was zu unterschiedlichen Druckgebieten und Windentstehung führt. 

Das Thema (Wasserkreislauf und Wetter) wird aber zu komplex, daher konzentrieren wir uns lieber auf das Surfen!

 

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