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Haie & Haiangriffe

Der Hai als Schreckenssymbol der Meere. Haie sind gefährlich, oder? surfersguide erklärt dir, worauf es im Umgang mit Haien ankommt und, was du über diese Meeresbewohner wissen solltest.

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Finnen

Quick Guide

Nicht zu weit aufs offene Meer!

So wenig wie möglich "plantschen", ruhig mit den Händen und Füssen rudern!

Nicht an Orten ins Wasser, die bekannt für Haie sind und raus aus dem Wasser, wenn grössere Haie gesichtet werden!

Trübes Wasser meiden!

Glänzende, reflektierende Objekte wirken wie sich bewegende Fische, sollten gemieden werden!

An Regionen zwischen Sandbanken und Steilabfällen im Meer halten sich Haie gerne auf!

Gruppen sind, wie bei Wildtieren, besser als alleine!

Wenn möglich nicht früh morgens oder abends oder nachts ins Wasser, da sind Haie besonders aktiv!

Vorsicht in Regionen, in denen kommerziell oder mit Köder gefischt wird - Fischblut und an Leinen zappelnde Fische ziehen Haie an!

Regionen von Abflüssen (Kanalisation u.ä.) meiden!

Es gibt das eine Surfbrett nicht. Surfbretter haben sich in den letzten Dekaden stark weiterentwickelt. Neue Formen, neue Materialien und erweiterte technologische Möglichkeiten, lassen eine immer grösser werdende Vielfalt entstehen. Hier erfährst du die wichtigsten Informationen zum Surfbrett selbst und den gängigen Surfbrettformen.

Was genau ist ein Surfbrett? Ein Surfbrett ist eine längliche, leichte und schwimmfähige Plattform, die das Gewicht einer Person tragen kann, während diese auf einer Wasserwelle reitet. Die Geschichte der ersten Bretter reicht etwa 4'000 Jahre zurück. Durch die Hawaiianer erlangten die Surfbretter weltweite Berühmtheit und im Jahre 2021 wird Surfen das erste Mal eine offizielle olympische Disziplin sein. 

Wichtige Begriffe

 
 

Allgemeine Beschreibung


Haie gehören der Familie der Knorpelfische an. Insgesamt wurden bis jetzt über 500 verschiedene Arten registriert. Abgeleitet wird das Wort Hai vom niederländischen Haai, das ursprünglich aus dem isländischen Wortschatz stammt. In Island nennt man die Fische Haki. Haki bedeutet so viel wie Hacken und ist eine Anlehnung an die geschwungene, hackenförmige Schwanzflosse der Haie. Nur umgangssprachlich werden Haie Haifische genannt.




Lebensraum


Haie finden ihren Lebensraum in allen Weltmeeren. Oftmals findet sich dieser in Küstennähe, weil sich dort für die Tiere viele Nahrungsquellen bieten. Aber auch in der Hochsee sowie in der Tiefsee sind die Haie wohnhaft. So ist beispielsweise der Benthalhai auf das Leben am Meeresboden spezialisiert (Benthal = Bodenzone). Andere Arten bevorzugen das Freiwasser (Pelagial). Als Freiwasser wird der Bereich des Meeres bezeichnet, der nicht durch Wasserpflanzen durchwachsen, sondern frei, quasi ohne Gegenstände, ist. Des Weiteren sind Arten, wie die Flusshaie der Gattung Glyphis oder des Bullenhais regelmässig oder ausschliesslich im Brack- oder Süsswasser von Flusssystemen oder Seen anzutreffen. Diese Systeme haben eine Verbindung zum Ozean.




Fortpflanzung


Bislang weiss die Forschung relativ wenig über die Fortpflanzung von Haien. Es ist gerade diese enorme Vielfalt, die eine Veralgemeinerung erschwert. Es ist bei der Fortpflanzung zu unterscheiden, dass die meisten Haiarten ihre Nachkommen lebend gebähren, die anderen legen Eier ab.

Fast 70% der zur Zeit lebenden Haie haben eine innere Brutpflege entwickelt, die der Fortpflanzung von Säugetieren gleicht. Die Eier werden im oberen Eileiterteil befruchtet und weisen eine dünne Eikapsel auf. Die Weibchen behalten dann die sich entwickelden Eier im erweiterten Endabschnitt des Eileiters zurück. Dieser wird daher auch als Gebärmutter oder Uterus bezeichnet. Im schützenden Mutterleib entwickeln sich die Jungtiere und werden nach einer Tragzeit von 6 - 22 Monaten als selbständige Haie geboren. Die Geburtsgrösse liegt in der Regel zwischen 45 cm und 60 cm.

Etwa 30% der Haie legen Eier. Diese Eier sind rund bis oval und in einer hornartigen Eikapsel eingeschlossen. Die aus zwei bis drei Hüllen aufgebauten, schützenden Eikapseln haben oft interessante Formen, wie etwa fädige Auswüchse, die der Verankerung der Eier an Wasserpflanzen oder anderen Objekten dienen. Ein Wegschwemmen der Eier wird so verhindert. In der Regel sind die Eier mit 10 cm bis 25 cm Länge recht gross. Zudem enthalten sie viel Dotter, die die Embryonen mit reichlich Nährstoffen versorgt.




Natürliche Feinde der Haie


Haie haben natürliche Feinde. Es sei jedoch an dieser Stelle erwähnt, dass der Mensch mit beachtlichem Abstand die meisten Haie tötet. Gerade in den Ländern China und Vietnam werden die Flossen der Haie als Delikatessen angesehen und in Suppen gekocht. Jährlich verenden ca. 100 Millionen Tiere in den Fängen der Fischer, was in den meisten Fällen eine illegale Handlung ist. Dadurch, dass Haie im Verhältnis nur langsam wachsen und eher wenig Nachkommen bekommen, könnte sich durch das massive Überfischen der Haie eine Abnahme der natürlichen Bestände einstellen.

Doch es gibt auch noch andere Feinde. Gerade kleinere Haiarten werden von grösseren Fischen oder Vögeln gefressen. In Küstennähe auch von Robben. Schwertwale und andere grosse Haie machen gezielt Jagd auf mittelgrosse Tiere.





Haie

 

International Shark Attack File (ISAF)


Die International Shark Attack File (ISAF) ist die weltweit einzige wissenschaftlich dokumentierte, umfassende Datenbank aller bekannten Hai-Angriffe. 1958 initialisiert, gibt es heute mehr als 6.500 Einzeluntersuchungen, die den Zeitraum vom frühen 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart abdecken. surfersguide bezieht sich auf die Daten des IASF.




Wo Haie angreifen können


Die meisten Angriffe finden in küstennahen Gewässern statt. Normalerweise an oder zwischen Sandbänken, wo sich Haie ernähren oder bei Ebbe temporär gefangen werden können. Gebiete mit steilen Abhängen sind wahrscheinlich auch mögliche Angriffsstellen, weil sich dort ihre natürlichen Nahrungsmittelquellen aufhalten.




Wie Haie angreifen können


Die Wissenschaft unterscheidet drei verschiedene unprovozierte Angriffsarten von Haien

"Hit and Run"
Die Hit and Run Attacke ist die verbreiteste Attacke von Haien auf Menschen, die typischerweise in der Schwimm- und Surfszone passieren. Dabei verwechselt der Hai den Menschen mit natürlicher Beute. Man geht davon aus, dass der Hai während dem Biss bereits bemerkt, dass es sich beim Opfer um eine Verwechslung handelt und wendet sich i.d.R. sofort ab. Die Schwere der Verletzungen ist im Normalfall nicht lebensbedrohlich. Zu Verwechslungen kann es kommen, wenn beispielsweise das Wasser trüb ist oder starker Wellengang herrscht. Verstärkende Faktoren sind u.a. Plantschen, farbige Kleidung und glitzernde Gegendstände, wie Schmuck.

"Bump and Bite"
Obwohl die Bump and Bite Attacken seltener als die Hit and Run Attacken geschehen, ist der Schweregrad der Verletzungen deutlich höher und führen zu den meisten Todesfällen. Schwimmer und Taucher, die sich in etwas tieferem Wasser nahe der Küste befinden, können Opfer solcher Attacken werden. Anfänglich umkreist der Hai sein Opfer und stösst es vor dem eigentlichen Angriff.

"Sneak"
Der Hai greift sein Opfer ohne Vorwarnung direkt an. Die Schwere der Verletzungen ist gravierend und führt wie bei der Bump and Bite Attacke zu den meisten Todesfällen.

Die ISAF geht davon aus, dass sowohl bei der Bump and Bite, wie auch bei der Sneak Attacke kein Fall der Verwechslung vorliegt, sondern die Ursache in der Haifütterung und/oder in Fehlverhalten zu finden ist.




Nichtprovozierte Haingfriffe


Nichtprovozierte Haiangriffe werden als Vorfälle definiert, bei denen ein Angriff auf einen lebenden Menschen im natürlichen Lebensraum des Hais ohne menschliche Provokation des Hais erfolgt.




Provozierte Haiangriffe


Provozierte Haiangriffe treten auf, wenn ein Mensch auf irgendeine Weise eine Interaktion mit einem Hai initiiert. Dazu gehören Fälle, in denen Taucher gebissen werden, nachdem sie Haie belästigt oder berührt haben, Angriffe auf Speerfischer, Angriffe auf Menschen, die versuchen, Haie zu füttern, Bisse, die beim Aushaken oder Entfernen eines Hais aus einem Fischernetz auftreten, und so weiter.




Wahrscheinlichkeit eines Haiangriffs


Obwohl Haiangriffe sehr selten sind, besteht ein reales Risiko und gehören desshalb behandelt, beziehungsweise von Surferinnen und Surfern als solches anerkannt.

In Anbetracht der vielen Faktoren, die zu einem Angriff führen können, ist es bislang statistisch nicht möglich, eine verlässliche Angabe der Wahrscheinlichkeit für eine Haiattacke abzugeben. Zudem ist das Verhalten der Tiere nicht restlos erforscht, was weitere statistische Unsicherheiten zur Folge hat.

Mit den bisherigen Aufzeichnungen über Haiangriffe lassen sich Vergleiche mit anderen Statistiken darstellen. Beispielsweise ergeben Zahlen aus den USA, dass es bis zu 30-mal mehr Todesfälle durch Blitze als durch Haie gibt. Oder sind es andere Tiere, wie Bienen, Wespen und Schlangen, die jedes Jahr für weitaus mehr Todesfälle von Menschen verantwortlich sind.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass mit der Zunahme der globalen Bevölkerung und der Wassergänge an Bade- und Surforten auch die gesamte Wahrscheinlichkeit eines Angriffs steigt. Das heisst aber nicht, dass sich für eine einzelne Person die Angriffswahrscheinlichkeit erhöht, sondern, dass es durch mehr Menschen im Wasser eher zu einer Interaktion mit den Tieren kommen kann.




Was Surferinnen und Surfer über die Angriffswahrscheinlichkeit wissen sollen


Als Surferin und Surfer gehörst du in die Kategorie "Surface Recreationists". Es ist auffallend, dass über die Zeit die unprovozierten Haiangriffe in dieser Kategorie gegenüber anderen zugenommen hat. Das ist unter anderem damit zu erklären, dass Surferinnen und Surfer relativ viel Zeit im Wasser verbringen, Surferinnen und Surfer sich viel bewegen (Bsp. Paddeln) und sich die Aufenthaltsorte (Line Up) mit jenen der Haie schneiden können. Des Weiteren wird Surfen immer populärer, was wiederum die Wahrscheinlichkeit einer Mensch-Hai-Interaktion erhöht.




Massnahmen, um einen Haiangriff möglichst zu vermeiden


Nicht an Orten ins Wasser gehen, die für eine erhöhte Haiaktivität bekannt sind.
Nicht die allgemeinen Warnhinweise missachten oder herunterspielen.
Nicht alleine ins Wasser gehen.
Nicht zu weit aufs offene Meer hinausgehen.
Nicht in den frühen Morgenstunden oder in der Abenddämmerung ins Wasser gehen.
Nicht an jenen Stellen ins Wasser gehen, wo sich viele Fische befinden (Nahrungsquelle).
Nicht an jenen Stellen ins Wasser gehen, wo gerade gefischt wird.
Nicht mit Schmuck ins Wasser gehen (Irritation durch Reflektion des Sonnenlichts).
Nicht im Wasser Plantschen (Haie haben einen ausgeprägten Hörsinn).





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