gefahren

Das Schlimmste, das dir beim Surfen passieren kann, ist, wenn du vergisst, dass du in der Natur bist. Passe dich den Spielregeln der Natur an und befolge sie.

Du wirst keine Chance haben, wenn du dagegen anzukämpfen versuchst!

Let's get started

 

strömungen (RIP)

Strömungen oder genauer Brandungsrückströmungen, die im Englischen als Riptides / Rip Currents bezeichnet werden, sind Meerwasserrückflüsse der angespülten Wassermassen (Wellen) in das offene Meer und die häufigste Ursache für Badeunfälle am.

Gerade beim Surfen kann dir der RIP den letzten Schnauf rauben, wenn du hilflos dagegen anzupaddeln versuchst. Lerne hier, wie du mit dem RIP fertig wirst.

Wie entsteht ein RIP?

Die Wellen formen den Strand und den für uns Surfer relevanten, strandnahen Meeresuntergrund. Bei steinigem oder gar felsigem Meeresboden dauert das allerdings sehr lange. Hingegen entstehen bei Sand sogenannte Sandbänke. Sandbänke sind eine Anhäufung von Material, also Haufen von Sand, die wir uns zunutze machen, denn da brechen die Wellen. Wenn nun also viel Wasser in Form einer Welle an den Strand gebracht wird, fliesst das Wasser zwischen den Sandbänken wieder zurück ins Meer. An diesen Stellen bündelt sich das Wasser zu einem Rückstrom. Auch bei festem Untergrund passiert das. Hier ist die Position der Rückströmung allerdings fixiert und verschiebt sich eher nicht, wie das bei sandigem Untergrund der Fall sein kann.

Ebenfalls vorkommen können zum Strand parallel verlaufende Strömungen. Dies kommt zum Beispiel dann vor, wenn die Sandbank ähnlich wie ein Bumerang aussieht und das Wasser erst um die Sandbank herum abfliessen muss, um wieder ins offene Meer hinaus zu gelangen.

Für viele Badende und unerfahrene Surfer kommt ein Schockmoment, wenn sie sich in einem RIP wiederfinden. Panische Schwimmversuche, gegen den Strom anzuschwimmen, sind zwecklos. Die Strömung kann bis zu 9 km/h schnell sein! Nicht einmal Profischwimmer können da mithalten!

Wie verhalte ich mich in einem RIP?

Wahrscheinlich wirst du es im ersten Moment gar nicht merken, dass dich die Wassermassen erfasst haben und du als "Fracht" mitgezogen wirst. Sobald dir dein Treiben bewusst wird, ist es ratsam, dich auf dein Brett zu legen (oder sitzen). Hast du keines dabei, dann lass dich treiben!

Verhaltensregeln in einem RIP:

  1. Bewahre auf jeden Fall Ruhe! Verschwende keine Energie, denn egal, wie hart du gegen die Strömung ankämpfst, du wirst verlieren!

  2. Lass dich mit deinem Board nach "draussen" treiben, bis die Strömung nicht mehr vorhanden ist. Wenn du das nicht magst, dann paddle oder schwimme 90 Grad zur Strömung, also parallel zum Strand. Die Strömung ist wie ein Kanal in ihrer Breite begrenzt.

  3. Wenn du dich unsicher fühlst, dann mache auf jeden Fall auf dich aufmerksam! Rufe um Hilfe und bewege deine Arme, sodass man dich sieht. Bleibe am besten immer auf deinem Board!

Das RIP als dein Freund und Helfer?!

Ja! Als Surfer kannst du das RIP optimal für deinen persönlichen Transport ins Line Up nutzen und musst nicht gegen die Wellen ankämpfen. Du solltest das aber nur machen, wenn du dich sicher fühlst! Vergewissere dich immer, dass dir geholfen wird, wenn du Hilfe brauchst! Surfen auf eigene Faust kann dir zum Verhängnis werden!

Surfe nie, wenn es dir nicht erlaubt ist! Du begibst dich unnötig in Gefahr und riskierst im schlimmsten Fall dein Leben! Beachte Beschilderungen oder informiere dich vor Ort über die aktuelle Lage.

stürme

Der Sturm wird als Starkwindereignis definiert und entsteht meistens dann, wenn ein grosser Druckunterschied auf kurzer Distanz entsteht. Meist wird von einem Sturmtief gesprochen. Damit ist ein starkes Tiefdruckgebiet gemeint, welches den Sturm begünstigt.

Wegen der geringeren Bodenreibung ("glatte" Wasseroberfläche) entstehen Stürme öfters auf dem Meer, als auf dem Festland und erreichen wesentlich häufiger grössere Geschwindigkeiten. Allerdings können tropische Wirbelstürme (Hurrikane und Taifune) nur über dem Meer entstehen und verlieren ihre Energie über dem Festland.

Von einem Sturm wird dann gesprochen, wenn die Windgeschwindigkeiten mindestens

20,8 Meter pro Sekunde (74,9 km/h) erreichen oder 9 Beaufort (Sir Francis Beaufort). Die Beaufortskala ist eine Richterskala für Windgeschwindigkeiten.

Für die einzelnen Windstärken ist auf Wikipedia eine sehr anschauliche Darstellung zu finden, welche auch gleich die dazu passenden Meeresverhältnisse zeigt.

Stürme sollten niemals unterschätzt werden. Sie können das Meer mit meterhohen Wellen in einen sehr ungemütlichen Ort verwandeln, in dem du mit Sicherheit keinen Spass mehr haben wirst. 

 

seebeben

Ein Seebeben unterscheidet sich in seiner Entstehung nicht von einem Erdbeben. Was hingegen anders ist, sind die Auswirkungen. Der Herd des Seebebens ist unter Wasser.

 

Bebt die Erde, meist durch Verschiebungen der tektonischen Platten, wird das darüber liegende Wasser ebenfalls in Bewegung versetzt und grosse, sehr kraftvolle Wellen entstehen. Die tektonischen Platten drücken gegeneinander und erzeugen eine Spannung, die sich unvorhersehbar und schlagartig in einer Überlagerung der Platten lösen können. Man bedenke, dass dabei eine ungeheure Energie freigesetzt wird. Diese Kraft wird an das Wasser weitergegeben und kann einen Tsunami auslösen.

Ein Tsunami entsteht zu gut 90% infolge Erdbeben unter der Wasseroberfläche und etwa 80% der Tsunamis selbst kommen im pazifischen Ozean um den Feuerring vor. Ein Tsunami ist eine sich über lange Strecken ausbreitende Wasserwelle. Gerade in flach ansteigenden Küstengebieten kann sich durch die enorme Energie eine gefährliche Flutwelle bilden. Beim Rückfluss zieht das Wasser grosse Massen an überflutetem Material weit ins offene Meer hinaus.

Ein besonders prägendes Ereignis nahm am 26. Dezember 2004 im indischen Ozean seinen Lauf. Das Seebeben mit Tsunamis hinterliess eine Spur der Zerstörung. Doku

 

riffe

Du darfst den Untergrund niemals unterschätzen! Mit Geschwindigkeit und Druck wirst du bei einem Wipe Out schnell zum Spielball der Wellen und kannst dich ernsthaft am strandnahen Untergrund verletzten. Reefcuts können echt gefährlich sein,

vor allem dann, wenn sich eine Infektion bildet!

Korallenriff

Eigentlich ist ein Korallenriff etwas sehr Schönes! Es zeigt die Vielfalt der Natur. Doch es kann sein, dass es scharfe Ecken und Kanten gibt, welche Verletzungen verursachen.

 

Felsenriff (Klippe)

Der Stein ist härter als dein Körper und dein Brett! Es ist gerade für ungeübte Surfer wichtig, dass sie sich nicht überschätzen. Ein Zusammenstossen kann üble Folgen haben und die Surfsaison ruinieren. Auch ist es echt mühsam, wenn das Board zur Reparatur muss.

Surfe wenn möglich nicht nahe an den Felsen und begutachte den Spot zuerst immer auf seine Gefahren!

 

 

haie

Eines vorweg: Haiangriffe auf Surfer sind sehr selten!

Als Surfer darf man nicht vergessen, dass man sich eigentlich in ein fremdes Territorium begibt. Das Meer ist primär nicht das Zuhause von Menschen, sondern das von Haien und anderen Lebewesen. Ein gesunder Menschenverstand reicht aus, um sich nicht unnötigen Gefahren stellen zu müssen. 

Werden Menschen durch Haie verletzt oder gar getötet, ist die Nachricht meistens die reine Mediendramaturgie. surfersguide will neutral Informationsmaterial liefern. 

SHARK FACTS

3028 dokumentierte

Haiangriffe seit 1508 weltweit

Ist das beängstigend? Nein! Rechnet man die Angriffe im Verhältnis der Jahre, ergibt das 0.8 Angriffe weltweit pro Jahr!

Quelle: University Florida

Tödliches Risiko ist minimal!

Alle Zahlen in diesem Test sind ungefähre Angaben. Von allen Surfern und Schwimmern ergeben alle Gänge zum Meer zusammen durchschnittlich gut 40 Milliarden einzelne Gänge pro Jahr. Im Jahr kommen etwa 5 Menschen bei einem Haiangriff ums Leben. Das Risiko, dazu zu gehören, liegt etwa bei 0.0000000125 %! Statistisch gesehen ist das Risiko grösser, von einer Kuh gekillt zu werden oder sich beim Laufen das Genick zu brechen.

Warum greifen Haie an?

Der Hai ist im Wasser in der Nahrungskette praktisch zuoberst. Bezüglich der Grösse übertreffen ihn nur noch Wale. Robben stehen auf seiner Speisekarte. Als Surfer mit dem Brett siehst du einer Robbe ähnlich. Man vermutet, dass das eine Ursache sein kann. Was aber dagegen spricht, ist, dass der Hai sehr sensible Sinne für die Jagd besitzt. Surfer senden eventuell genug Signale für den Hau aus, damit dieser dennoch angreift.

Klares, nicht seichtes und trübes Wasser

Die University of Hawaii sagt nach Untersuchungen, dass Angriffe im klaren Wasser passieren.

Quelle: University of Hawaii

Eigentlich ist der Hai das Opfer!

In nur einem Jahr verenden ca. 100 Millionen (!) Haie durch die Fischerei.

Quelle: Greenpeace

 

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