ausrüstung

Das Board schnappen und ab ins Line Up! 

Aber wie findet man überhaupt das richtige Board? Und gibt's da nicht noch Neoprenanzüge? 

Die Ausrüstung ist mittlerweile vielfältig. Erkunde sie!

Let's get started

 

das surfboard

Was steckt eigentlich so alles in einem Surfbrett und aus was für einem Material wird es hergestellt? Klar ist, dass das Surfboard schwimmen muss. Sonst gehen wir alle baden!

Material

Ein Surfbrett besteht in seinem Kern aus einem Hartschaum, das Obermaterial oder die Beschichtung meistens aus mit Polyester- oder Epoxidharz getränkten Glasfasern. Moderne Bretter besitzen in der Mitte gar einen mit Helium gefüllten Hohlraum, um dem Brett noch mehr Auftrieb bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion zu verleihen. Neben den synthetischen Stoffen gibt es auch die Boards, die aus Holz bestehen. Man kann sie mit einem Flugzeugflügel vergleichen, der in seinem Inneren hohl ist. Eine weitere Bauart ist das Surfbrett aus Balsaholz mit einem Styroporkern. 

Bezeichnungen am Surfboard

Nose Rocker
Tail Rocker
Leash Plug
Boardachse und Stringer
Rails / Seiten (Kanten)
Boardlänge
Tail
Nose
Deck / Oberseite
Bottom / Unterseite
Pad

 Stringer

Der Stringer sorgt beim Surfbrett für die Längsstabilität, damit dieses nicht auseinanderbricht. Er ist eine dünne Sperrholzplatte, welche die Lastenverteilung ausgleicht. Ganz moderne Geräte kommen gar ohne Stringer aus. 

 Pad

Das Pad ist eine Gummimatte, die dir besseren Halt auf dem Brett geben und die Manövrierfähigkeit verbessern soll. 

Leash Plug

Mit dem Leash Plug ist wortwörtlich ein Loch im Brett gemeint, an welchem die Leash befestigt wird. 

Bottom / Unterseite

Auch dazu gibt's nicht mehr so viel zu sagen. 

Rails / Seiten (Kanten)

Unter Rails wird die Surfboardkante verstanden. Je nach Form der Rails verringern sich das Auftriebsvolumen und die Gleiteigenschaft. Zudem unterscheiden sich die Railformen in den verschiedenen Shapes.

 

 Deck / Oberseite

Die Oberseite eines Surfbrettes, auf der man steht.  

Finnen

Finnen geben dem Surfbrett die Fahrstabilität, ähnlich wie bei Fischen die Flossen. Ihre Anordnung und Anzahl kann je nach Fahrstil unterschiedlich sein. 

Nose Rocker und Tail Rocker

Allgemein ist unter einem "Rocker" eine kurvenförmige Oberflächenform gemeint. Es gibt unterschiedlich starke Rocker (mehr Winkel), welche das Surfverhalten beeinflussen.

Nose Rocker: Er sorgt dafür, dass man nicht gleich mit dem Board ins Wasser sticht, wenn man eine Welle surft.

Tail Rocker: Die Manövrierfähigkeit bei den Turns nimmt durch den Tail Rocker zu. Man kann das Board mit Gewichtsverlagerung etwas nach hinten pushen und so weniger Wasser verdrängen und das Board einfacher lenken.

 

boardshapes

Unter den Boardshapes sind die verschiedenen Arten von Surfbrettern zu verstehen.

Angefangen mit den Longboards, sind mittlerweile 13 verschiedene Standardbauformen entstanden, die hier einzeln erklärt werden.

BOARD SHAPES

LONGBOARD

das Grosse

 

Das LONGBOARD ist der Klassiker unter den Surfbrettern. Ihre Hochzeit hatte es in den 1960 -er Jahren, nun kommt es aber mittlerweile wieder in den Trend.

Länge: 8'6" - 10' Fuss (max. 12')

Breite: 22"

Dicke: 3" - 4"

Eigenschaften: Sie sind die längsten und voluminösesten Surfbretter, die Grenze zu den Malibu Brettern ist fliessend.

Positiv: Besseres Anpaddeln der Wellen, einfaches Paddeln und Cruisen, Wellen können früher genommen werden (Wellenwinkel noch nicht so steil), gute Stabilität, viel Volumen.

Negativ: Träges Manövrieren, durch viel Auftrieb Einbussen bei der Geschwindigkeit, einwirkende Kräfte auf das Board brauchen Erfahrung (Hebelwirkung).

Geeignet für: alle Levels (kommt auf persönliche Ziele an).

 

GUN

Big Wave Surfing

 

GUN = Big Wave Surfing.  Die Gun ist ein schmales Longboard für grosse Wellen.

Länge: 6'6" - 12'

Breite: 

Dicke:

Eigenschaften: Langes und schmales Brett, für grosse Wellen ab 3 Metern

Positiv: Gute Stabilität, schnelles Surfboard, Anpaddeln durch Volumen leicht. 

Negativ: Träges Manövrieren, eher schwer, Transport umständlich.

Geeignet für: alle Levels (kommt auf persönliche Ziele an).

 

FUNSHAPES

die Einsteiger

  • FUNBOARD

  • Mini MALIBU

 

FUNSHAPES sind die Einsteigerbretter. Daher kommen sie meistens als Soft - Top Variante bei Surfschulen zum Einsatz, wenn's um die erste Surferfahrung geht. Bei den Funshapes wird zwischen FUNBOARD und Mini MALIBU unterschieden:

das FUNBOARD wird gerne als "Bruder" des Malibus und des Mini Malibus bezeichnet. Seine Komfortzone sind kleine bis grössere Wellen.

Länge: 6"7' - 7"6' 

Breite: 21" - 22"

Dicke: 2.5" - 3.5"

Eigenschaften: Board für kleine bis mittlere Geschwindigkeiten und Manöver, wird bereits von kleinen Wellen angeschoben, grosses Volumen bei guter Stabilität.

Positiv: Leichtes Anpaddeln der Wellen, hohes Volumen und Auftriebskraft, gute Stabilität, für Einsteiger geeignet, Surfspass auch bei kleineren Wellen, auch als Soft Top Variante erhältlich.

Negativ: Etwas schwer, gross und daher schwierig zu transportieren.

Geeignet für: Einsteiger und Fortgeschrittene.

das MINI - MALIBU ist etwas kürzer als das Malibu und ist meistens mit einer oder drei Finnen konfiguriert. Das Brett ist in seiner Form dem Longboard sehr ähnlich, einfach alles etwas kleiner. Die Nose und Tail sind meist etwas spitzer als beim Longboard. Das Brett selbst ist ein ideales Anfängerbrett, da es sich durch seine Stabilität und trägere Manövrierbarkeit "sicherer" anfühlt. Man ist gezwungen, das Board über das Tail zu drehen, was eine gute Angewöhnung ist, wenn man später auf ein Shortboard umsteigen möchte.

Länge: 7' - 10' Fuss

Breite: 21" - 22"

Dicke: 2.5" - 3.5"

Eigenschaften: Board für mittlere Geschwindigkeiten und Manöver, wird bereits von kleinen Wellen angeschoben, eher wenig Rocker (variiert), grosses Volumen.

Positiv: Leichtes Anpaddeln der Wellen, hohes Volumen und Auftriebskraft, gute Stabilität, für alle Levels geeignet, Surfspass auch bei kleineren Wellen.

Negativ: Etwas schwer, gross und daher schwieriger zu transportieren.

Geeignet für: alle Levels (kommt auf persönliche Ziele an).

 

SHORTBOARD

für Profis / Contests

 

SHORTBOARD, das "typische" Surfboard. Das Shortboard ist aber nur ein Überbegriff vieler verschiedener Variationen. Es ist fast unmöglich, alles übersichtlich darzustellen, denn das Shortboard lässt viel Spielraum. Darum hier die wichtigsten Eigenschaften.

Schnelle, kraftvolle und radikale Bewegungen. Dazu viel Airtime. Mit ihren geringen Volumina ist man als Surfer "gezwungen" die Positionen auf der Welle zu ändern, um Geschwindigkeit aufzubauen resp. hoch zu halten. Shortboards haben meist starke Rocker, damit sie sich der Wellenform besser annehmen können. Das Shortboard ist vom Skateboard abgeleitet und bildet den Trickmeister unter den Shapes.

Länge: 5'8" - 6'8"

Breite: 

Dicke:

Eigenschaften: Starker Rocker, geringes Volumen, leicht, viele Variationen (Finnen)

Positiv: Sehr gute Manövrierbarkeit, gerade für Tricks, Durchtauchmöglichkeiten sind durch das geringe Volumen relativ leicht, einfach zu transportieren.

Negativ: Geringe Stabilität, Es ist schwieriger, die Wellen zu bekommen.

Geeignet für: Fortgeschrittene / Profis.

 

FISH

das fast Shortboard

 

Das FISH ist ein Brett für kleinere Wellen. Es weist weniger Rocker auf und hat einiges mehr an Volumen als das Shortboard. Es erlebt zurzeit ein richtiges Aufkommen, da das Fish gute Surfeigenschaften am Strand bei kleineren Wellen besitzt. 

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RETRO FISH: Sehr kurze aber breite und dicke Surfboards mit runder Nose und weitem Fish Tail. Es ermöglicht das Erwischen vieler Wellen, da es im Vergleich zu einem Shortboard ein höheres Volumen besitzt und sich zudem leichter als ein Longboard drehen lässt. Es ist sowohl zum gemütlichen "down the line" - Cruisen, als auch für schnelle Turns einzusetzen. Die Rocker sind beim Retro Fish sehr wenig ausgeprägt, was zum Nose Dive führen kann. Leider nichts für Anfänger.

NEW SCHOOL FISH oder PERFORMANCE FISH: Hat mehr Rocker als der RETRO Kollege, ist schmaler, dünner und länger. Quasi ein überdimensioniertes Shortboard mit Fishtail. 

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Länge: 5'5" - 6'4"

Breite: 

Dicke:

Eigenschaften: Wenig Rocker, mittleres Volumen, viele Variationen (Finnen)

Positiv: Sehr gute Manövrierbarkeit, gerade für "einfache" Tricks, einfach zu transportieren.

Negativ: Geringe Stabilität, Es ist schwieriger, die Wellen zu bekommen.

Geeignet für: Fortgeschrittene / Profis.

 

SOFTTOP

Let's start surfing

 

SOFT TOP. Wie der Name schon sagt, es ist ein Board, welches ein softes Deck besitzt. Die Shape selbst ähnelt einem Longboard oder einem Malibu. Das Brett ist ein absolutes Anfängerbrett und eine der besten Möglichkeiten, um erste Erfahrungen auf den Wellen zu machen. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn diese Bretter sehr häufig in Surfschulen zum Einsatz kommen. 

Länge: 7' - 10' Fuss (max. 12')

Breite: 22"

Dicke: 3" - 4"

Eigenschaften: Dimensionen ähnlich oder gar gleich, wie jene des Longboards oder Malibus, noch mehr Auftrieb, weiche, schaumartige Oberfläche, die vor Stössen schützt und das Aufliegen des Körpers angenehmer macht. 

Positiv: Leichtes Anpaddeln (Weisswasserwellen und Grünwasserwellen), viel Volumen, gute Stabilität, sicheres Fahrgefühl.

Negativ: Gross und teils unhandlich, eher schwer (volles Material), als Anfänger braucht es teilweise zwei Personen, um ein Board zu transportieren.

Geeignet für: Anfänger / Fortgeschrittene.

 

HYBRID

die Kombination

 

Das HYBRID ist das Shortboard in einer anderen Erscheinung. Es zeigt eine ähnliche Leistung, wie jede des Shortboards, ausser, dass es die grösseren Ausmasse hat, ähnlich des Fish boards. Hybrid Bretter gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Generell kann gesagt werden, dass das Brett einen unterstützt, wenn man noch nicht shortboardtauglich ist. Die extra Verbreiterung verschafft mehr Stabilität und Sicherheit.

Länge: 5' - 7'6"

Breite: 

Dicke:

Eigenschaften: Shortboardähnliches Brett, das etwas grösser ist

Positiv: Gute Manövrierbarkeit, schnelles Anpaddeln.

Negativ: Teuer, durch die grosse Vielfalt ist es schwierig, sich das richtige Brett auszuwählen.

Geeignet für: Fortgeschrittene / Profis.

 

EGG

das stabile Cruisen

 

Das EGGes eignet sich gut für den Umstieg auf ein kleineres Board. Das Egg ist in seiner Länge nicht viel kürzer als das Hybrid. Das Egg zeichnet sich besonders durch seine runde Nose aus. Das Egg wird oft auch für leichte Anfänger eingesetzt (Kinder / Frauen), denn es ist wie das Longboard ein Brett zum Cruisen und langen Turns.

Länge: 5'1" - 6'8"

Breite: 20" - 21.5"

Dicke: 2.5"

Eigenschaften: Für seine Grösse ein eher hohes Volumen und schon fast eine "runde" Form, daher der Name Egg 

Positiv: Kompakt, wendig, gutes Ansprechverhalten, einfach zu transportieren.

Negativ: Geringe Stabilität, Es ist schwieriger, die Wellen zu bekommen.

Geeignet für: Fortgeschrittene / Profis.

 

Was ist der fundamentale Unterschied der Shapes?

Nicht sofort ist ersichtlich, inwiefern sich die Boards voneinander unterscheiden.

Die grundlegenden Unterschiede sind:

Auftrieb (Volumen)

Stabilität 

Manövrierbarkeit

Geschwindigkeit 

Finnenkonfiguration

Material

 

finnen

Die Finnen dienen der Fahrtrichtungsstabilität beim Surfboard. Sie trotzen den einwirkenden Querkräften und halten das Board auf Kurs. Ohne Finnen würde es seitlich ausbrechen und man würde bei einem Turn das Brett zu einer Drehung um die eigene Achse bewegen. 

Beim Surfen hängt die Finnengrösse  von verschiedenen Faktoren ab: Von der Anzahl der verwendeten Finnen (Konfiguration), dem Körpergewicht des Surfers, der Wellengröße und der Kraft der Welle (je grösser, desto stärker). Grössere Finnen bieten mehr Stabilität bei hohen Kräften durch schwerere Surfer und hohe Geschwindigkeiten. Kleinere Finnen sind dagegen wendiger. Normalerweise werden eine bis vier Finnen verwendet.

Finnen haben heute typischerweise eine nach hinten gebogene Form. Diese ermöglicht eine höhere Drehfreudigkeit. Allerdings sorgen eher lange, gerade Finnen für mehr Kippstabilität.

Je nach Shape sind unterschiedliche Finnenkonfigurationen, sogenannte Setups, zu wählen.

SINGLE FIN

Wie der Name schon sagt, ist es nur eine Finne. Sie ist auf der Längsachse des Surfboards platziert. Diese Konfiguration ist die schnellste für die Geradeausfahrt. Um hingegen genügend Seitenstabilität zu bieten, muss die Finnenfläche gross sein, weshalb sie nicht besonders wendig ist.

 

TWIN FINS

Die Zwei-Finner-Konfiguration macht das Board sehr schnell und wendig. Sie bietet ausserdem mehr Stabilität als bei Surfboards mit Single Fin Setup und wird vorzugsweise bei kleineren Wellen verwendet.

 

2 + 1 SETUP

Dieses Setup wird am häufigsten bei Longboards verwendet. Die Konfiguration besteht aus einer großen Mittelfinne und zwei kleinen, schräg zur Längsachse angestellten Seitenfinnen. Damit wird eine bessere Boardkontrolle und Stabilität als bei dem Single Fin Setup erreicht.

 

THRUSTER

Die bei Shortboards am häufigsten eingesetzte Konfiguration bietet eine gute Kombination zwischen Stabilität und Wendigkeit. Die drei Finnen sind üblicherweise gleich gross. Surfboards, wie sie in Wettkämpfen gesurft werden, sind mehrheitlich mit dieser Konfiguration ausgestattet. Die hintere Finne ist dabei in der Mitte und auf der Längsachse des Surfboards, die Seitenfinnen sind schräg angestellt.

 

QUAD

Diese Konfiguration ist in der Geradeausfahrt etwas schneller als Surfboards mit dem Thruster Setup, aber ebenso wendig in den Kurven. Die vorderen Finnen sind größer als die hinteren Finnen. Alle Finnen sind leicht schräg angestellt.

 

SINGLE FIN

 

TWIN FINS

 

2 + 1 SETUP

 

THRUSTER

 

QUAD

 

Finnenmaterial

Glass-Flex: Ist eine günstige Kunststoff-Glasfaser-Mischung, aber relativ weich. Die Finne tendiert dazu, sich bei Druck zu verbiegen. Bei starken Wellen kann sich das Board schwammig anfühlen. Eher für Einsteiger und leicht fortgeschrittene Surfer eine kostengünstige Lösung.

Green-Flex: Ist wie Glass-Flex, aber mit einem höheren Anteil an recycelten Materialien.

Neo-Glass: Höherer Glasfaseranteil als Glass-Flex, damit die Finne deutlich steifer wird.

Performance Core / Honeycomb: Glasfaserfinne mit Schaumkern. Sie ist leicht und steif bei ausgewogener Mischung aus Steifheit und Flexibilität.

Performance Glas / Fiberglas: Vollglasfinne, die schwerer und steifer ist, als jene mit dem Schaumkern. Ideale Bauweise für kontrolliertes Surfen in kraftvollen Wellen. Bei schwachen Wellen muss wegen geringem Flexverhalten selbst Geschwindigkeit aufgebaut werden.

Performance Core Carbon / Techflex / Black Stix: Geglaste Finnen mit Schaumkern und Kohlenfaserverstärkungen, welche individuell an der Finne angebracht werden können, um Präferenzeffekte zu verstärken (Flexverhalten). Für anspruchsvolle Surfer.

 

1)

 

2)

 

3)

 

4)

 

4)

 

5)

 

6)

 

1) AREA

Das ist die Finnenfläche. Je mehr Area, desto stabiler ist das Board, aber dafür weniger wendig.

 

3) CANT

Definiert den Winkel der seitlichen Finnen zur Boardachse. Je grösser dieser Winkel ist, umso mehr Auftrieb wird generiert. 

5) RAKE

Biegungsgrad der Finne nach hinten. Je mehr Rake, umso mehr Drive und Hold. Eine geradere Finne ist zwar drehfreudiger, aber gibt während der Fahrt weniger Halt. 

6) TIP

Zum Spitz der Finne hin wird diese schmaler und wird als TIP bezeichnet. Ähnlich wie eine Messerklinge. 

2) BASE

Ist die Bodenfläche, auf der die Finne steht. Je mehr Base eine Finne besitzt, desto mehr Drive entwickelt sie. Gut für langgezogene Turns.

 

4) FOIL

Dieser Begriff bezieht sich nur auf die Seitenfinnen und beschreibt deren inneren, zur Boardachse zeigenden Seitenflächen, die entweder gerade, konvex oder konkav sind.  

Gerade Fläche / Flat Foil: Meist verwendete Konfiguration für starke und schnell surfbare Wellen. Bewirkt mehr Stabilität.

Konkave Fläche / Inside Foil: Verhilft zu mehr Auftrieb bei langsamerer Fahrt.

Konvexe Fläche: Wird eigentlich nur für das Quad-Set Up verwendet, bei dem die beiden hinteren Finnen eine konvexe Fläche aufweisen.
 

 

leash (leg rope)

Die Leash ist die einzige feste Verbindung zwischen dir und deinem Board und ist ein Plastikseil. Es wird am Board und Knöchel befestigt. Die Manschette wird um den Knöchel des hinteren Fusses gebunden. Das andere Ende der Leash ist fest mit deinem Board verbunden (Leash Plug).

Sie verhindert den Verlust des Brettes beim Runterfallen in der Impact Zone, also da, wo die Wellen brechen oder bei starker Strömung (Channel). Auf dem Brett kannst du dich auch prima erholen, wenn du erschöpft sein solltest.

 

Sie kann dir die Orientierung nach einem Wellenspülgang (Wipe Out) zurückgeben. Das Board schwimmt auf der Wasseroberfläche auf und wenn du das Zucken an deinem Knöchel spürst, dann weisst du wieder, wo oben ist.

 

 

surfwachs

Das Surfwachs, auch Basecoat genannt, erhöht die Rutschfestigkeit auf dem Board und soll für einen sicheren und stabilen Stand sorgen. Es wird auf der Oberseite des Surfboards aufgetragen. Dank der grösseren Reibung zwischen deinen Füssen und der Oberseite deines Surfbretts wird das Abrutschen vom Board nach dem Anpaddeln (Take Off) verhindert.

Die Haftwirkung des Wachses ist temperaturabhängig.

Es wird zwischen Warm- und Kaltwasserwachs unterschieden. Je weicher das Wachs, desto kälter auch das Wasser, in dem man surfen will.

5 Schritte

1. Basecoat auftragen

Was ist ein Basecoat? 

Das Basecoat ist ein Grundierungswachs für das eigentliche Surfwachs, dem Topcoat, und verlängert dessen Haltbarkeit.

Longboard: Da man sich auf dem Longboard relativ viel bewegt (vor allem in Richtung der Längsachse), wird fast die gesamte Oberfläche des Boards mit Wachs versehen.

 

Shortboard: Ca. die hinteren 2/3 mit Basecoat wachsen (wenn Footpad montiert, verkleinert sich die Fläche), meist ist das Logo ein guter Referenzpunkt für das vordere Ende. 

2. Auftragungstechniken

Kreismuster: Das Basecoat wird mit kleinen kreisenden Bewegungen auf das Surfboard aufgetragen, bis eine wellige Oberfläche entsteht. 

Gerade Linien: Das Topcoat wird parallel sowie senkrecht zur Boardachse aufgetragen (Karomuster).

Kreuzschraffiertes Muster: Auftragungsart, bei der

45 Grad zur Boardachse, also diagonal je Seite aufgetragen wird, bis eine Kreuzschraffur entsteht.

3. Wachsspachtel / Wachskamm

Nachdem das Topcoat aufgetragen wurde, überstreichst du das Wachs mittels Wachsspachtel oder -kamm, bis sich eine gleichmässig hügelige Oberfläche bildet.

In diesen Unebenheiten wird sich das Topcoat "verankern", was den Grund für das Basecoat ausmacht.

5. Wachs abschrecken

Zum Schluss kannst du das Wachs mit kaltem Wasser abschrecken, es härtet so etwas aus.

4. Topcoat auftragen

Was ist ein Topcoat?

Das Topcoat ist das Wachs, das dir im Endeffekt den besseren Halt auf dem Deck gibt. Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Arten von Topcoats, welche sich auf die Wassertemperatur beziehen.

Topcoat auftragen: Am einfachsten mit kreisrunden Bewegungen (oder sonst eine Technik von Schritt 2). Um die beiden Wachse nicht zu verwechseln, benutze unterschiedliche Farben.

Griffigkeit erhöhen: Damit du einen optimalen Halt haben hast, kämme das Topcoat nochmals diagonal in beide Richtungen, das schraffiert die Oberfläche.

Surfwachswassertemperaturen

Cold (bis 14 °C)Cool (13 bis 20 °C)Warm (19 bis 26 °C) und Tropic (ab 24 °C).

 

neoprenanzug

Zweck

Der Neo schützt dich vor der Auskühlung im Meer, der Sonneneinstrahlung und vor Schürfverletzungen nach einem Wipe Out am Strand oder im Riff.

Abgrenzung

Der Surfanzug oder ganz einfach "Neo" ist nicht ganz das Gleiche, wie ein Tauchanzug. Zwar bestehen vom Funktionsprinzip viele Ähnlichkeiten, jedoch unterscheiden sie sich in ihrem Aufbau. Beispielsweise ist der Tauchanzug für einen grösseren Umgebungsdruck ausgelegt

Funktionsprinzip

Das Neopren ist in seiner Eigenschaft wärmeisolierend und dicht. Bei Wetsuits wird die eindringende Wassermenge von deinem Körper zusätzlich erwärmt und bildet eine Wärmeschicht. Damit das Wasser nicht gleich wieder abfliessen kann (und dich somit auskühlt), ist der Anzug sehr eng. Trockenanzüge funktionieren gleich, ausser, dass sie wasserdicht sind.

Materialien

Chloropren Kautschuk mit generischem Markennamen Neopren ist die isolierende Schutzkleidung. Sie wurde 1930 von Julius Arthur Nieuwald erfunden und laufend verbessert. Leider weisen einige Produkte Schadstoffkonzentrationen von PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwassersstoffe) auf, deren Einsatz umstritten ist.

Seit einigen Jahren wird nun aber mit neuen Formaldehyd-freien Materialien wie Thermopren experimentiert.

Arten von Neo's

Wetsuit (Nassanzug): Dieser Anzug lässt Wasser eindringen und eignet sich für Wassertemperaturen

über 20 Grad, da die Wärmewirkung durch die Wasserzirkulation limitiert ist.

Den Wetsuit gibt es in verschiedenen Formen: Als Zweiteiler (Hose und Jacke), Shorty (kurze Beine und/oder Arme), meistens aber wird er als Overall (lange Arme und lange Beine) getragen. 

Semi-Dry Suit (Halbtrockenanzug): Das ist eine Kombination aus Nassanzug und Trockenanzug. Er ist nicht ganz wasserdicht. An  Stellen wie Ärmel, Hals, Handgelenk oder Reissverschluss kann Wasser eindringen. Doppelte Neoprenmanschetten können je nach Ausstattung das Eindringen erschweren. Der Anzug liegt sehr eng an, wodurch es nicht möglich, ist dickere Kleidung darunter zu tragen, ausser Shorts/Bikini, resp. Unterwäsche (besser ist aber nur Unterwäsche). Der Semi-Dry Anzug eignet sich für kaltes wie auch für warmes Wasser und besitzt die grösste Temperaturfreiheit.

  

Dry-Suit (Trockenanzug): Der ist ganz trocken und lässt kein Wasser rein. Alle Wassereindringstellen sind wasserdicht. Es entsteht also keine Wasserzirkulation. Der Dry-Suit ist vor allem in der kalten Saison gefragt, wenn die wirklich angefressenen Surfer ins Line Up paddeln. 

COMING SOON!

Wie finde ich den passenden Neo?

 

lycra, shorts & co.

Nebst dem Neo gibt es natürlich noch weitere Surfbekleidung, die du je nach Bedingungen tragen kannst. 

Lycra (Rash Guard)

Ist ein elastisches Shirt, welches aus Elastan und Nylon oder Polyester besteht. Elastan wird im Englischen auch Lycra genannt, wo die Namensgebung für dieses Shirt im Deutschen herkommt.

Rash Guard ist die englische Bezeichnung (to guard = schützen, bewachen).

Neu auf dem Markt ist ein sogenanntes Swim Shirt, das sich wie ein T-Shirt überstreifen lässt und weniger eng anliegt. Es hat die gleichen schützenden Funktionen wie das Lycra. Gerade für die Kinder ist das Swim Shirt eine gute Alternative zur teils aggressiven Sonnencreme.

Funktion: Das Lycra schützt dich vor der Sonneneinstrahlung

(LSF 50+) und kann unangenehme Schürfverletzungen verhindern. 

Geeignet für: Wassertemperatur über 20 Grad.  

Boardshorts 

Sie sind ein Markenzeichen der Surfcommunity. Ihr Ursprung liegt nahezu 50 Jahre weit zurück. Seither haben sich die Shorts sukzessive von gewöhnlicher Schwimmkleidung zu ihrer heutigen typischen Form entwickelt. Mit den Namen

Surf Trunks, Jams oder Boardies (Australien) werden die Shorts von praktisch allen Surfern getragen.

Eigenschaften: schnell trocknend, bestehend aus Polyester oder Nylon und leicht, gute Bewegungsfreiheit, doppelte Verlustsicherheit, damit die Shorts bei einem Wipe Out nicht runtergezogen werden können.

Geeignet für: Wassertemperatur über 20 Grad.  

Die surfersguide Boardshorts Empfehlung

"Mirage" von Rip Curl

Bikini

Der Bikini ist nach dem Bikini-Atoll benannt und ist heute fast überall am Wasser anzutreffen. Der Modedesigner Louis Réard erfand den Bikini und liess sich durch Schlagzeilen von Kernwaffentests in der Gegend inspirieren. Mit dem Wortspiel "le bikini, la première bombe an-atomique" stellte er den Bikini am 5. Juli 1946 erstmals der Öffentlichkeit vor.

Anders als die einfache Boardshorts ist beim Bikini die richtige Auswahl nicht immer einfach. Verschiedenste Formen und Variationen lassen den "richtigen" Bikini nur schwer auswählen. Wichtig ist der Halt, die Bewegungsfreiheit und die eigene Druckempfindlichkeit bei integrierten Bügeln. Die Bügel können durch das auf dem Bauch liegen unangenehm werden.

Eigenschaften: schnell trocknend, bestehend aus Polyester oder Nylon, je nach Machart mit Polster gefüttert (Push Up) und/oder mit Metallbügeln für die Passform versehen.

Geeignet für: Wassertemperatur über 20 Grad.  

"Hey surfersguide! Was zieht man unter dem Neo an?"

Prinzipiell ist das eine subjektive Entscheidung. Man kann aber sagen, dass sich durch die sehr anliegenden Neoprenanzüge schnell unangenehme Druckstellen bilden können. Gerade bei Metallbügeln der Bikinis oder bei der Bindung der Shorts. Viele Surfer tragen garnichts drunter.

Als allgemeiner Tipp:

Girls: Sport BH oder Bikini ohne viel Extra, Hose/Slip sollte möglichst eng sein und ohne viel Accessoire daher kommen.

 

Boys: Am besten enge Boxershorts oder einfache Badehosen mit Gummizug. Falls du Boardshorts darunter tragen möchtest, leere die Säcke vorher. 

 

zubehör

Wie transportiert man sein eigenes Board am besten? Frieren die Surfer, die sich ins kalte Wasser wagen, nicht die Füsse ab? Können die Finnen abmontiert werden? Booties, Surfbag, Finnenschlüssel (Surfwerkzeug), Kapuze, Handschuhe,

Surfwachsspachtel / -kamm und Poncho.

Das erklärt dir surfersguide

Surfschuhe (Booties)

Wozu braucht man eigentlich Surfschuhe? Nun, im Sommer an einer coolen Sandbank ist diese Frage absolut berechtigt, aber wie sieht's beim Kontakt mit Seeigeln oder einem Reef aus? Wunden an den Füssen (Reefcuts) sind unangenehm und können deinen Trip im schlimmsten Fall komplett ruinieren (Infektionen)!

Reef-Booties: Sind zwischen 1 - 2 mm dick und besitzen eine Hartgummisohle, um dich vor Verletzungen zu schützen. Mit der Sohle verbessert sich sogar noch der Grip zwischen dir und dem Board und das Gefühl bleibt! 

 

Winter-Booties: Haben primär die gleichen Funktionen wie die Reefbooties, nur dass diese einiges dicker

(3 - 7 mm) sind. Sie sollen deine Füsse zusätzlich vor Erkältungen während Wintersessions schützen. Der Nachteil ist die Gefühlseinschränkung. Da ist schlussendlich ein Kompromiss gefragt.

Material: Meist Neopren, Nylon, Elastan, Polyamid oder Verbindungen der Materialien

 < 8 °C = 7 mm Booties

    8 – 12 °C = 5 mm Booties

  12 – 14 °C = 3 mm Booties

 

Finnenschlüssel (Surfwerkzeug)

Der Finnenschlüssel ist ein kleiner Imbus - Schraubenzieher

für die kleinen Imbus - Schrauben, welche die Finnen im Board in der Finnenhalterung (Plug Ins) befestigen. Je nach Finnensystem können auch verschiedene Finnenschlüssel zum Einsatz kommen.

Wenn man ein eigenes Brett hat, dann sollte auch immer ein Finnenschlüssel bei einem dabei sein. Es kann immer vorkommen, dass sich die Schrauben etwas lösen und ihr diese nachziehen müsst. 

 

Surfwachsspachtel / - kamm

Das kann man sich vorstellen wie ein Spachtel oder ein Kamm oder eine Kombination aus beidem. Damit wird das Surfwachs auf dem Deck nicht aufgetragen aber eine Oberfläche geschaffen, die dir für die Session einen guten Halt geben wird.

 

Surfponcho

Surfponchos bestehen meist aus Baumwolle und sind halten dich bei windigem Wetter warm oder helfen der nötigen Privatsphäre beim Montieren der Boardshorts, dem Bikini oder dem Neo.

 

Surfbag

Endlich das eigene Board gekauft! Mit einer Surfbag lässt sich dein Brett transportieren und sie schützt es zudem. Dabei gibt es auch hier wieder eine Vielzahl unterschiedlicher Formen und Arten. Das heisst, du kannst für jede Shape die passende Bag finden. Zu beachten sind:

Form und Grösse: Um das Board optimal zu schützen, ist es wichtig, dass man eine zur Shape passende Boardbag verwendet. 

Polsterung: Grundsätzlich gilt, je dicker, desto besser! Bei den Bags ist die Schaumstoffpolsterung normalerweise zwischen 4 - 10 mm dick. Um euer Board aber wirklich sicher zu verpacken, wickelt es zusätzlich in Luftpolsterfolie ein, schützt die Rails  mit Dämmmaterial und macht zur Sicherheit bei Flugreisen ein Foto des Zustandes vor der Abreise. So könnt ihr Beschädigungen nachweislich zeigen und allenfalls Schadensersatz verlangen.

Aussenmaterial: Silberfolie, strapazierfestes Material oder ein Mix aus beiden (je Seite ein Material), das sind die typischen Materialien. Die Silberfolie reflektiert die Sonnenstrahlung und verhindert so ein Überhitzen und eine Versprödung (durch Sonnenstrahlen) deines Brettes.

Reissverschluss: Der Reissverschluss sollte von guter Qualität sein, denn er sollte Widerstand bieten gegen äussere Einwirkungen und Korrosion. Dabei eignen sich besonders Reissverschlüsse aus Hartplastik. 

 

Handschuhe

Surfhandschuhe gibt es vor allem für die Wintersessions, welche die Hände primär vor dem Auskühlen schützen sollen. Mit weichem Innenfutter sind sie ähnlich angenehm zu tragen wie Snowboard-Handschuhe, ausser, dass diese viel enger sind. Daneben können dich die Handschuhe vor Verletzungen schützen. In warmen Gewässern sieht man die Dinger aber so gut wie nie!

Materialien: Meist Neopren, Nylon, Elastan, Polyamid oder Verbindungen der Materialien

 

Surfhaube

Die Surfhaube bedeckt deinen Kopf und schützt ihn vor dem kalten Wasser und Wind. Bestehend aus Neopren, wie Anzug, Handschuhe und Booties, ist die Haube ebenfalls ein Utensil, das eher die Hardcore-Kaltwassersurfer benutzen. 

 

 

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